Statement: "Der Anstieg der atmosphärischen CO2-Konzentration während der Zwischeneiszeiten wurde durch Entgasung der sich erwärmenden Ozeane ausgelöst" |
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Die Verläufe von Temperatur, Kohlendioxid und Methan besitzen für die vergangenen 650.000 Jahre eine hohe Übereinstimmung (Abbildung 1). Die genaue Analyse der Verläufe zeigt jedoch, daß die Temperatur einen Vorlauf von ca. 800 Jahren gegenüber den CO2-Konzentrationen aufweist (Abbildung 2) (Latif, 2007, S. 199, Caillon et al. 2003, Archer & Rahmstorf 2010, S. 112ff ). Bei diesen langperiodischen Abläufen ändert sich als erstes die Temperatur (aufgrund der Veränderungen der Erdbahnparameter, Milankovitsch). Die Erhöhung der Temperatur bewirkt durch die Erhöhung der Wassertemperatur der Ozeane eine Freisetzung von gelöstem CO2 (Latif, 2007, S. 199 Das ansteigende CO2 führt dann in der Folge zu einem positiven Feedback-Prozess, indem es den Treibhauseffekt verstärkt und zu einem weiteren Temperaturanstieg führt. Die Stärke und Signifikanz dieses Feedback-Mechanismus ist jedoch unklar und möglicherweise nur gering. Konsequenz: Während der vergangenen 650.000 Jahre wurde der CO2-Anstieg primär durch Klimaerwärmungen gesteuert, und nicht umgekehrt. |
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Abbildung 1: Atmosphärische CO2-Konzentration, gemessen am Vostok Eiskern (Antarktis). Abbildung aus IPCC Report (2007). Angegebene Alter mal 1000 (k-years). Graue Schattierung markiert Warmzeiten, dazwischen herrschten Pleistozäne Eiszeiten (Kaltzeiten). Der Temperatur, Kohlendioxid und Methan-Gehalt steigen während der Warmzeiten deutlich gegenüber den Kaltzeiten an. Es besteht eine gute Korrelation. Allerdings besitzt die Temperatur einen Vorlauf von ca. 800 Jahren, so daß der CO2-Anstieg als Folge der Temperaturerhöhung zu sehen ist.

Abbildung 2: Die Temperatur besitzt einen Vorlauf von durchschnittlich 800 Jahren gegenüber den Veränderungen der CO2-Konzentration. Beispiel: Temperaturanstieg nach der letzten Vereisungsphase (Weichsel-Vereisung) (aus Herold 2006, verändert nach Monnin et al. 2001).