Übersicht

Hintergrund

Links

Impressum

Klima Argumente: CO2

Statement:
"
Der CO2 Gehalt der Atmosphäre
hat sich in den letzten 250 Jahren deutlich erhöht"



PRO   CONTRA

Der CO2-Gehalt der Atmosphäre hat sich in den vergangenen 250 Jahren von 280 ppm auf 380 ppm erhöht, mit einem stetig ansteigenden Verlauf (Abbildung 2). Der CO2-Gehalt ist damit so hoch wie seit mindestens 1 Millionen Jahre, möglicherweise seit 30 Millionen Jahren nicht mehr (Sir David King, 2006) (Abbildungen 6 & 7 ).
Hinweis: Warum sind bei diesem hohen CO2-Gehalt heute die Temperaturen dann niedriger als die Maximaltemperaturen der letzten drei Interglazialphasen der vergangenen 340.000 Jahre? Sime et al. 2009 postulieren anhand von antarktischen Eiskernuntersuchungen, dass die maximalen Temperaturen in diesen drei letzten Interglazialen 6-10°C höher als heute waren.

Direkte CO2-Messwerte aus der Atmosphäre liegen nur für die vergangenen 50 Jahre seit 1958 vor (Abbildung 1). Der Anstieg des CO2 in der Atmosphäre hat sich während dieser Zeit beschleunigt. Zu Beginn der Messungen stieg die CO2-Konzentration noch um weniger als 1 ppm/Jahr. Um die Jahrtausenwende war die Rate schon auf fast 2 ppm/Jahr angestiegen (Archer & Rahmstorf 2010, S. 23) (Abbildung 1).

Die atmosphärischen CO2-Konzentrationen für davorliegende Jahre wird über Lufteinschlüsse in Eisbohrkernen ermittelt. Die Gültigkeit der Methode der CO2-Approximierung über Eisbohrkernlufteinschlüsse wird dadurch belegt, daß sich die Direktmeßwerte nahtlos an die Eisbohrkernwerte anschließen

Die stetige Zunahme der CO2-Konzentration zeigt sich nicht nur an der Messstelle auf Mauna Loa, sondern ist weltweit an den unterschiedlichen Messpunkten zu verzeichnen. Die kontinuierliche Zunahme der CO2-Konzentration, gemessen auf Mauna Loa, kann damit nicht mit dem in der Nähe tätigen Vulkan begründet werden. Bis Anfang der 90er Jahre betrug der mittlere Anstieg etwa 1,8 ppm pro Jahr. Während dieses Zeitraumes aufgetretene Abweichungen vom allgemeinen Trend konnten hauptsächlich auf El Niño - Ereignisse zurückgeführt werden (UBA).

Der aktuelle CO2-Anstieg ist Folge der Verbrennung von fossilen Brennstoffen, Entwaldung und Zementherstellung (Archer & Rahmstorf 2010, S. 23)

 

---

_____________________________________________________________________________________________________________________

KONTEXT:
Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre ist überwiegend gut vermischt. Es dauert ungefähr ein Jahr bis eine komplette Durchmischung stattgefunden hat. In den bodennahen Bereichen können jedoch Konzentrations-Anomalien auftreten, insbesondere in aktiven CO2-Senken (z.B. Wäldern) und CO2-Quellen (z.B. Städte) (Archer & Rahmstorf 2010, S. 11 & 99).

Bei der Verwitterung von Kalksteinen wird CO2 verbraucht, was in Berechnungen des CO2-Kreislaufs einezogen werden muss (Liu et al. und columbia.edu).

_________________________________________________________________________________________________________

ABBILDUNGEN:

Abbildung 1: Atmosphärische CO2-Entwicklung auf Mauna Loa (Hawaii), die längste je erhobene Messreihe (World Meteorological Organization, WMO, Bulletin 20, 2008). Der CO2 Gehalt der Atmosphäre nahm in den vergangenen 50 Jahren konstant um 0.5% pro Jahr zu. Dem Anstiegstrend überlagert ist der auf Hawaii gut ausgebildete jährliche Rhythmus des Vegetationszyklus.

 

Abbildung 2: Globale CO2-Konzentration in der Atmosphäre der letzten 250 Jahre. Abbildung von Robert A. Rohde (Global Warming Art project). Es ist ein stetiger Anstieg der CO2-Konzentration zu verzeichnen.

 

Abbildung 3: Globale CO2-Konzentration in der Atmosphäre der letzten 2000 Jahre. Abbildung aus IPCC Report (2007: S. 135). Ein CO2-Anstieg während des Römischen und Mittelalterlichen Klimaoptimums (0 bzw. 1000 n. Chr.) ist nicht ausgebildet.

 

Abbildung 4: CO2-Entwicklung der letzten 10.000 Jahre in der Nacheiszeit (nach Elsig et al. 2009). Nach initialem flachen Verlauf, stieg die Konzentration vor 6.500 Jahren zu Beginn der Steinzeit plötzlich an. Ackerbau und Landrodung durch den Mensch kann diesen Anstieg nicht ausgelöst haben, da der C13 Anteil konstant blieb. CO2 aus anthropogener Verbrennung von Holz (das bevorzugt C12 enthält) würde zu einer Verringerung des C13 Anteil führen. Elsig et al. vermuten, dass der CO2-Anstieg Folge von Karbonat Kompensation der vorangegangenen Land-Biosphären-Aufnahme sowie Korallenriff-Bildung ist. Der leichte CO2-Abfall sowie der C13-Anstieg 11.000-7.000 Jahre vor heute sind Folge verstärkter Vegetationsbildung kurz nach Ende der Eiszeit.

 

Abbildung 5: Atmosphärische CO2-Konzentration, gemessen am Wostok Eiskern (Antarktis). Abbildung aus IPCC Report (2007). Angegebene Alter mal 1000 (k-years). Graue Schattierung markiert Warmzeiten, dazwischen herrschten Pleistozäne Eiszeiten (Kaltzeiten). Der CO2-Gehalt stieg während der Warmzeiten (280 ppm) deutlich gegenüber den Kaltzeiten (180 ppm) an. Sternchen zeigen die modernen Werte für das Jahr 2000 an.

 

Abbildung 6: Atmosphärische CO2-Konzentration der letzten 60 Millionen Jahre (aus Pearson & Palmer 2000).

 

Abbildung 7: Atmosphärische CO2-Konzentration der vergangenen 500 Millionen Jahre. Während der meisten Zeiten war der CO2-Gehalt deutlich höher als heute. Abbildung von R. A. Rohde/Wikipedia.

 

zurück zur Übersicht