Statement: "Es ist aktuell ein Rückgang von Gebirgsgletschern zu verzeichnen" |
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Ein Großteil der weltweiten Gebirgsgletscher schrumpft derzeit. Eine Ausnahme ist Skandinavien, wo viele Gebirgsgletscher derzeit wachsen. Die kaukasischen Gletscher sind weitgehend stabil (Abbildungen 1 & 2 ). Das globale Abschmelzen der Gletscher begann laut Oerlemans (2005) um 1750-1800 gegen Ende der Kleinen Eiszeit im Übergang zur aktuellen Wärmephase und setzt sich bis heute konstant fort (Abbildungen 3 & 4). |
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(keine grundlegenden Gegenargumente) Jedoch folgende Hinweise: KILIMANDSCHARO. In der Vergangenheit wurde oft das Schrumpfen des Kilimanscharo als Hinweis auf die Klimaerwärmung herangezogen (z.B. in Al Gore's Film "Eine unbequeme Wahrheit"). Für tropische Gletscher gelten andere Bedingungen als für Gletscher in mittleren und hohen Breiten. Das aktuell zu beobachtende Auftauen ist keine Folge einer Temperaturerhöhung, sondern Folge einer anhaltenden Trockenheit, die zu einer geringeren Akkumulation von Schnee führt, bei gleichzeitig starker Sublimation (direkte Umwandlung von Eis in Wasserdampf) (Kaser & Mote 2007). HIMALAJA-GLETSCHER. Im IPCC-Bericht 2007 (AG II, Kapitel 10.6.2) wurden mittlerweile einige Fehler zum Abschmelzen der Himalaja-Gletscher eingeräumt. Im Falle von "surging glaciers" (ruckelnden Gletschern) werden Gletscherlänge und Moränenbildung in erster Linie nicht vom Klima beeinflußt, sondern unterliegen eigendynamischen Prozessen. Gletscher dieses Typs bewegen sich für 1-2 Jahre schnell vorwärts und gehen im Anschluß für wenige Zehnerjahre bis Jahrhundert in eine Ruhephase mit langsamer Rezession oder langsamem Vorrücken über. Ein Beispiel für diesen Gletschertyp ist der Variegated Glacier in Alaska. Surging glaciers eignen sich nicht zu Klimarekonstruktionszwecken (Yde & Paasche 2010). Das Wachsen oder Schrumpfen von Gebirgsgletschern ist sowohl von der Temperatur als auch von der Niederschlagsmenge abhängig. So könnte eine zukünftige Zunahme der Temperatur im Himalaja zu einer Verstärkung der südostasiatischen Monsune führen, der vermehrten Schneefall im Haimalaja auslösen würde. Hierdurch würden hier die Gletscher eher wachsen als schrumpfen (Michael Garstang, Univ. Virginia, Physics Today July 2010, p. 10). |
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KONTEXT:
Ein vollständiges Abschmelzen der Gebirgsgletscher würde den Meeresspiegel um etwa 0,5 m ansteigen lassen (Latif 2007, S. 163).
Alle hohen Gebirge der Erde sind vergletschert, weil die Temperatur in der Erdatmosphäre mindestens bis 8 km Höhe, in den Tropen sogar bis 15 km, im Mittel abnimmt. Der physikalische Grund dafür ist die geringe Absorption von Sonnenenergie durch die Haupt- und Nebenbestandteile der Luft (Graßl 2007, S. 61).
OFFENE FRAGEN:
Gab es ein Gletscherschrumpfen im Zusammenhang mit früheren Wärmeperioden (insbesondere während der Mittelalterlichen & Römischen Wärmephasen)?
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ABBILDUNGEN:

Abbildung 1: Massenbilanz von 173 Gebirgsgletschern der Erde (Durchschnittswerte für den Zeitraum 1970-2004, aus Wikipedia). Rötliche Kreise markieren ein Schrumpfen, bläuliche Kreise markieren ein Anwachsen. Die meisten Gletscher verzeichneten einen Massenverlust. Ausnahmen mit einem Gletscher-Anwachsen gibt es vor allem in Skandinavien.

Abbildung 2: Phasen des Anwachsens und Schrumpfens von Gebirgsgletschern der Erde (Abbildung von UNEP/GRID Arendal). Der dargestellte Zeitraum beginnt in der Kleinen Eiszeit, als die Gletscher insgesamt anwuchsen. Das 19. Jahrhundert ist vor allem durch ein Abschmelzen gekennzeichnet.

Abbildung 3: Entwicklung der Gletscherausdehnung anhand von 5 weltweiten Beispielen (aus Oerlemans 2005). Der Rückzug der Gletscher begann bereits gegen 1750 gegen Ende der Kleinen Eiszeit und setzte sich (ab 1900 beschleunigt aber mit kleinen Ausnahmen) bis heute fort.

Abbildung 4: Durchschnittliche Längenänderung von 169 weltweiten Gletschern für die vergangenen 300 Jahre (aus Oerlemans 2005). Das Abschmelzen beginnt um 1800 gegen Ende der Kleinen Eiszeit im Übergang zur aktuellen Wärmeperiode und setzt sich bis heute fort.