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Klima Argumente: Eisschmelzen

Statement:
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Das aktuelle Schmelzen von Teilen der Inlandseismassen ist einmalig für die letzten 3.000 Jahre
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PRO   CONTRA

(keine Pro-Argumente)

 

LETZTE 3.000 JAHRE:
--Grönland: Zwischen 1200-1940 n. Chr. ereigneten sich (um die Kleine Eiszeit herum) die stärksten Vorstöße der lokalen (von der Eiskappe unabhängigen) Gletscher Grönlands seit dem Beginn des Holozäns (Kelly & Lowell 2009).

Geirsdottir et al. (2000) dokumentierten 5 Gletschervorstoßphasen für die Miki and I.C. Jacobsen Fjorde in Ost-Grönland. Die Vorstöße fanden um 300-400 n. Chr., 600-700, 750-950 (alle drei fallen in die Kältephase des "Völkerwanderungs-Pessimums"), 1050-1100 (verstärkter Schneefall während des Mittelalterlichen Klimaoptimums), und 1450-1650 (Kleine Eiszeit) statt. Zwischen den Gletschervorstoß-Phasen ereigneten sich Gletscher-Rückzugsphasen.

--Antarktis (ohne antarktische Halbinsel): Ausdehnung des Wilson Piedmont Gletschers an der antarktischen Südküste im Übergang der Mittelalterlichen Wärmephase zur Kleinen Eiszeit (Hall & Denton 2002, Hall 2009).

--Antarktische Halbinsel / West-Antarktis: Fortdauerndes Schrumpfen des westantarktischen Eisschildes während des Holozäns (Hall 2009).

 

Kontext-Infos:

LETZTE 10.000 JAHRE (NACHEISZEIT):
--Grönland: Während des holozänen thermischen Maximums waren die meisten lokalen, von der Eiskappe unabhängigen Gletscher Grönlands kleiner als heute oder waren gänzlich verschwunden (Kelly & Lowell 2009).

--Antarktis (ohne W-Antarktis & antarktische Halbinsel): An einigen Stellen war die Eisbedeckung während des Mittel-Holozäns geringer als heute (Hall 2009, Bentley & Hodgson 2009). Die darauffolgende Gletschervorstoß-Phase ereignete sich vor etwa 5.000 Jahren (Hall 2009).

--Westantarktis/Antarktische Halbinsel:
Ausdehnung der Gletscher und Abkühlung vor 5.000 Jahren nach dem mittelholozänen Klimaoptimum (Ingolfsson 2004).

Fortdauerndes Schrumpfen des westantarktischen Eisschildes während des Holozäns (Hall 2009).

--Alpen: Die Alpen waren während des Klima-Optimums des Atlantikums weitgehend eisfrei (Behringer 2007, S. 74)

 

LETZTE 1 MILLIONEN JAHRE:
--Grönland: Willerslev et al. (2007) fanden an der Basis eines Eiskerns in Südgrönland Hinweise auf eine reiche Nadelwaldlandschaft, die hier vor einer halben Millionen Jahren existiert haben muß. Dies bedeutet, daß die grönländische Eiskappe während der letzten Warmzeit (vor 130.000-116.000 Jahren), als die Temperaturen 5°C wärmer waren als heute, nicht vollständig weggeschmolzen war.

--Antarktis (ohne W-Antarktis & Antarktische Halbinsel): Der Eispanzer der Ostantarktis hat die Temperaturschwankungen auf der Erde während der letzten 30 Millionen Jahre unbeschadet überdauert (Bell 2008).

--Westantarktis/Antarktische Halbinsel: Reed Scherer (Northern Illinois Univ.) teufte eine Bohrung im Westantarktischen Eisschild ab und fand unter dem Eis 400.000 Jahre alte Mikrofossilien, die sich nur im offenen Meer bilden konnten. Ihr Vorhandensein zeigt, daß die Westantarktis, deren Gesteinsgrund größtenteils unter dem Meeresspiegel liegt, damals eisfrei war (Bell 2008).

Hinweis: Island wird unter der Rubrik "Gebirgsgletscher" abgehandelt.

 


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