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Klima Argumente: Vorhersagen

Statement:
"
Klimamodelle sind wegen nichtlinearer Wechselwirkungen im System Klima generell ungeeignet für Vorhersagen"



PRO   CONTRA

Das Klima der Erde wird von der Sonnenstrahlung angetrieben und durch eine Vielzahl komplexer, untereinander gekoppelter Prozesse kontrolliert. Die vielseitigen, meist nichtlinearen Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen genannten Komponenten des Klimasystems führen zu ständigen internen Änderungen. Wie in gekoppelten mechanischen Systemen entstehen Überlagerungen, Schwebungen und Interferenzen, die nur mit Hilfe mathematisch-physikalischer Methoden ermittelt werden können. Lineares Denken führt hier nicht zum Ziel (UBA).

Die Atmosphäre ist ein chaotisches System. Sehr kleine Anfangsfehler wachsen rasch an und führen z.B. dazu, daß die theoretische Wettervorhersage-Grenze bei maximal 2 Woche liegt (Latif 2007, S. 103).

Simulationsergebnisse von Klimamodellen können nicht als Prognosen interpretiert werden. Es handelt sich vielmehr um Szenarienrechnungen, mit denen ganz konkret der Einfluss unterschiedlich erhöhter Konzentrationen treibhauswirksamer Gase in der Atmosphäre auf die Lufttemperatur und die weiteren Klimaelemente für einen bestimmten Zeitabschnitt untersucht wird. Liegt dieser Zeitabschnitt in der Zukunft, werden Klimafaktoren wie beispielsweise die Solarstrahlung konstant gehalten oder etwa Vulkanismus nicht mit berücksichtigt. Diese Faktoren, ebenso Veränderungen in der Beschaffenheit der Erdoberfläche sind nicht vorhersagbar, und schon aus diesem Grunde sind Vorhersagen über Jahrzehnte und mehr nicht möglich (UBA).

Laut Pilkey & Pilkey-Jarvis (2009) (in ihrem Buch "Useless Arithmetic") sind mathematische Vorhersagen für komplexe natürliche Prozesse bislang immer gescheitert. Der Glaube, Computermodelle könnten die Zukunft akkurat vorhersagen, ist gefährlich und schädigt die Gesellschaft. Die Modelle verleiten zu schlechten politischen Entscheidungen, weil sie auf einem schlechten Verständnis der Natur gründen. Das Übervertrauen in die Computerrechnungen hat dazu geführt, daß wir Beobachtungen in der wirklichen Welt mißachten.

Computermodelle des künftigen Erdklimas liefern nur das, was man in sie hineingesteckt hat. Fehlen wichtige Steuerungsmechanismen, weil möglicherweise heute noch unverstanden (z.B. Einfluß der Sonne), dann kommen entsprechend falsche Resultate aus den Modellierungen heraus.

 

 

Eine bessere Untersuchungsmethodik existiert nicht. Auch in anderen Wissensgebieten (nicht nur in Naturwissenschaften, sondern auch in sozioökonomischen Bereichen) wird mit Modellen gearbeitet, unter zweifelloser Anerkennung der Tatsache, dass Modelle ein Hilfsmittel zur Beschreibung oder näherungsweisen Widerspiegelung der Realität sind. Es gibt keinen Grund, Klimamodelle, die dem gegenwärtigen Stand der Kenntnis entsprechen, in der Klimatologie nicht einzusetzen. Die Modelle zur Simulation des Einflusses erhöhter Konzentrationen treibhauswirksamer Gase werden am heutigen Klima hinreichend gut validiert. Es gibt keinen stichhaltigen Grund, die damit erzielten Ergebnisse anzuzweifeln, vorausgesetzt, die Resultate werden in oben beschriebener Weise sowie unter Schätzung von Fehlern in Folge der jeweiligen zugrunde liegenden vereinfachenden Annahmen interpretiert (UBA).

Die Klimamodelle, die für den IPCC 2007 Bericht verwendet wurden, errechnen äußerst unterschiedliche Resultate der Regen- und Schnee-Niederschlagsverteilung und -Intensität. Die Vorhersagekraft ist ungenügend. Weiterhin haben die Modelle große Probleme mit dem Simulieren von vertikalen Luftbewegungen, dem Sntrieb für Konvektion, sowie mit der Wechselwirkung zwischen Aerosolen und Wolkenbildung (Schiermeier 2010).

 

 

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