Statement: "Die aktuelle Klimaerwärmung führt zu einem massiven Artensterben" |
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Laut IPCC-Bericht müssten von den etwa 10 000 bekannten Vogelarten pro Jahr etwa 35 bis 65 aussterben, bis 2050 würde sich dies auf 1800 bis 3500 summieren (Thomas et al. 2004). |
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Katherine Willis und Bennet überprüften anhand der 2008 aktualisierten Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) die Behauptung, daß der Klimawandel zu erhöhten Aussterberaten führen würde. In der Roten Liste wurden für die Jahre zwischen 2000 und 2008 drei Vogel-Arten als wahrscheinlich ausgestorben aufgeführt. Die Ursachen für Verluste in der Vogelwelt, die die Ökologen ermittelten, hatten jedoch mit Klima nichts zu tun. Es waren übermäßige Jagd und Wilderei, Einführung gebietsfremder Arten, die Vögel oder deren Eier fressen, und Lebensraumzerstörung. "Die Indizien für klimatische Ursachen des Aussterbens wurden übertrieben", sagt Kathy Willis. Jean-Christophe Vié, stellvertretender Vorsitzender des IUCN-Artenprogramms, der für die Zusammenstellung der Roten Listen verantwortlich ist, unterstützt die Kritik der beiden Wissenschaftler: "Es gibt so viele unmittelbare Bedrohungen, dass, wenn der Klimawandel wirklich kommt, viele Arten bereits nicht mehr existieren werden." Arten können viel flexibler auf einen Klimawandel reagieren, als es die vom IPCC benutzte Studie unterstellt, sagt Keith Bennet: "Wenn es ein paar Grad wärmer wird, kommen sie damit zurecht. Sie sterben nicht, sie ziehen woandershin." (Die Welt, 9.3.2010). Dass wärmere Temperaturen zu einem Rückgang der Artenvielfalt führten, sei keine plausible Prognose, findet auch der Ökologe Josef H. Reichholf von der Zoologischen Staatssammlung München. Tiere und Pflanzen kommen mit Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht, Sommer und Winter zurecht, die im zweistelligen Grad-Celsius-Bereich liegen. Die Artenvielfalt auf der Erde nimmt zum Äquator hin immer weiter zu. Am geringsten ist sie an den Polen und in der Kälte der Hochgebirge, am höchsten im tropischen Regenwald. Und schließlich gibt es ein starkes Argument aus der Erdgeschichte. "Artenverluste in beträchtlichem Umfang haben die Kaltzeiten gebracht - nicht die Warmzeiten", sagt Reichholf (Die Welt, 9.3.2010). |
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KONTEXT:
Im März 2010 lehnte die Konferenz der Mitgliedsländer des Artenschutzprogramms "Cites" den Antrag der USA ab, den internationalen Handel mit Eisbären und Eisbärteilen verbieten zu lassen. Die EU und die arktischen Länder stimmten gegen den Antrag. In den 1960er-Jahren war die Zahl der Tiere in der gesamten Arktis auf etwa 5000 geschrumpft. Immer besser ausgestattete Jäger, die zuletzt vom Flugzeug aus anlegten, waren dafür verantwortlich. Seit die Jagd wenigstens in Amerika erfolgreich reglementiert wurde, hat sich die Art erholt, letzte Schätzungen gehen von 25 000 Eisbären aus (Die Welt, 19.3.2010). _______________________________________________________________________________________________________