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Klima Argumente: Temperatur

Statement:
"
Unterschiedliche Temperaturentwicklung zwischen Nord- und Südhemisphäre"



PRO   CONTRA

Seit den 50er Jahren bis Ende der 80er Jahre war die gemessene Erwärmung auf der Südhemisphäre stärker als auf der Nordhemisphäre. (UBA)

 

 

 

 

Diese Beobachtung war zunächst überraschend, weil die Ozeane, die einen großen Teil der Südhemisphäre ausmachen, die Temperaturerhöhung infolge des anthropogenen Treibhauseffektes dämpfen. Die Ursache für die geringere Erwärmung der Nordhemisphäre liegt in der kühlenden Wirkung der Sulfataerosole. Sulfataerosole werden in der Atmosphäre aus dem bei der Verbrennung von fossilen Rohstoffen und Biomasse emittiertem Schwefeldioxid (SO 2 ) gebildet. Die Hauptquellen für SO 2 liegen auf den Kontinenten der Nordhemisphäre. Wegen der kurzen Verweilzeit der Sulfataerosole in der Atmosphäre werden höhere Konzentrationen nur in der Nähe des jeweiligen Emissionsortes (also vor allem über den nordhemisphärischen Industriegebieten) erreicht und damit beschränkt sich auch die abkühlende Wirkung der Sulfataerosole auf die Nordhemisphäre.

Seit Ende der 80er Jahre ist jedoch eine stärkere Erwärmung der Nordhemisphäre zu beobachten. Das liegt daran, dass sich die Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre erhöht hat, und die Treibhauswirkung jetzt stärker zum Tragen kommt. Möglicherweise wird aber gleichzeitig durch die starke stratosphärische Ozonabnahme über der Südhemisphäre, die zu einer Abkühlung der Stratosphäre führt, die Erwärmung der Südhemisphäre gedämpft. Nimmt man in den Klimamodellen eine Übertragung der stratosphärischen Abkühlung auf die oberen Schichten der Troposphäre an, so spiegeln die Modellergebnisse die Realität besser wider.

(UBA)

 

 

 

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