Statement: "Eine Klimaerwärmung führt zur verstärkten Entstehung von Stürmen" |
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TROPISCHE ZONEN: Tropische Stürme (Hurrikane und Taifune) sind abhängig von der Wassertemperatur der Ozeane, über denen sie entstehen. Eine Erhöhung der Wassertemperatur kann also die Intensität und Häufigkeit von tropischen Stürmen beeinflussen. Für den tropischen Atlantik wurde dieser Zusammenhang überzeugend nachgewiesen (Emanuel 2007) (Abbildung 1). |
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TROPISCHE ZONEN: Laut Knutson (2008) kann derzeit noch keine anthropogene, CO2-verursachte Beeinflussung der atlantischen Hurrikan Aktivität nachgewiesen werden. Die im 20. Jahrhundert gemessene globale Erwärmung von 0,7° C reiche bei weitem nicht aus, um die Hurrikan-Aktivität signifikant zu beeinflussen (Christopher Landsea). Die Hurrikan-Saison ist sehr unterschiedlich, es gab bereits intensivere Phasen als heute. Tropische Wirbelstürme führen viel wirksamer Wärme aus dem Ozean ab als durchschnittliche Gewitter. Deshalb ist es möglich, daß sich bei steigenden Temperaturen künftig weniger, dafür aber stärkere Zyklone mit höheren Niederschlägen bilden. Ein heftiger Wirbelsturm hinterläßt nach seinem Durchzug einen kühleren Ozean, was die Entstehungsbedingungen für potenzielle Nachfolger zumindest kurzfristig verschlechtert (Trenberth 2007, Knutson et al. 2010). Laut Christopher Landsea vom US National Hurricane Center wird die Intensitätssteigerung jedoch mit 1-2% nur gering ausfallen.
MITTLERE BREITEN: Viele Klimamodelle sagen ihren Erwärmungsprognosen eine besonders starke Zunahme der Temperatur in den Polarregionen voraus. Dies hätte zur Folge, dass der Temperaturgradient zwischen den Subtropen und den Polarregionen abnehmen würde. Stürme in den mittleren Breiten werden von einem starken Temperaturgradienten verursacht. Die Folge einer Klimaerwärmung würde eine Abnahme der Stürme in den mittleren Breiten bedeuten, und nicht etwa eine Zunahme (z.B. Lindzen 2005). Tatsächlich war es wohl während der „kleinen Eiszeit“ wesentlich stürmischer als im Mittelalter und zur Zeit. Die ganz großen Sturmfluten-„Manndränken“- und Überschwemmungen gab es während dieser Zeit. (Die Nordsee-Inseln wurden vom Festland getrennt- und dass Sylt immer mehr Land verliert, ist ein Prozess, der schon vor 700 Jahren begonnen hat und ganz natürlich ist). |
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KONTEXT:
Außerhalb der Tropen entscheidet über die regionale Zu- und Abnahme der
Stürme die mittlere Zugbahn des Sturmtiefs. Durch den bei einer Klimaerwärmung abnehmenden Temperaturgradienten zwischen Pol und Äquator, ziehen die Tiefdruckgebiete auf der Nordhalbkugel nördlicheren Zugbahnen (Graßl 2007, S. 66).
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ABBILDUNGEN:

Abbildung 1: Gute Korrelation für die vergangenen 60 Jahre zwischen der Temperatur (Meeresoberfläche, tropischer Atlantik, Spätsommer) (blau) und dem Hurrikan Aktivitäts-Anzeiger "Power Dissipation Index" (grün), der ein Maß für die Hurricane Aktivität darstellt und von der Häufigkeit, Dauer und Intensität der Hurrikane einer Saison abhängt. Von GFDL/NOAA nach Emanuel (2007).