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Klima Argumente: Extremwetter

Statement:
"
In den letzten 100 Jahren sind Dürren häufiger geworden"



PRO   CONTRA

Das gängigste Maß zur Erfassung von Dürren ist der Palmer Drought Severity Index (PDSI), der Niederschläge und Temperaturen integriert. Die Temperatur geht in den PDSI ein, da bei höheren Temperaturen eine höhere Niederschlagsmenge benötigt wird, um den Boden feucht zu halten (Archer & Rahmstorf 2010, S. 50).

Basierend auf dem PDSI hat sich die Häufigkeit von Dürren in Teilen der Erde innerhalb der letzten 100 Jahre erhöht (z.B. Mittelmeergebite, Sahel, südliches Afrika, Amazonas Region, Indien, Teile Chinas, Karibik, östliches Australien) (Archer & Rahmstorf 2010, S. 50) (Abbildung 1).

 

Kontext:

Dürre in der Sahelzone, Anfang 2012 (op-online)

 

In Teilen der Erde ist die Häufigkeit von Dürren basierend auf dem PDSI zurückgegangen (Skandinavien, westliches Rußland, USA, Südamerika, Ostafrika, Teile Südostasiens) (Abbildung 1).

Laut Huntington (2006) hat die Sommer-Bodenfeuchtigkeit von fast allen Meßstationen der "Global Soil Moisture Bank" zugenommen.

In den vergangenen 100 Jahren sind in den USA Dürren seltener und kürzer geworden. Der Teil der von Dürren heimgesuchte US-Landesfläche hat sich verringert (Andreadis & Lettenmaier 2006).

Dürren in den westlichen USA waren während der letzten 200 Jahre weniger stark ausgeprägt als zu Zeiten des Mittelalters, als sich mehrere "Megadürren" ereigneten (Kleppe et al. 2011).

Weite Teile der nördlichen Hemisphäre sind heute weniger arid als noch vor 50 Jahren. Verdunstungsmessungen in Australien über die vergangenen 30 Jahren ergaben einen ähnlichen Trend. Auch in Australien nahm die Aridität ab (Roderick & Farquhar 2004).

 

Abbildung 1: Veränderung des Dürren-Index PDSI von 1900-2005. Negative (rote) Werte zeigen eine Zunahme von Dürren, positive (blau-grüne) Werte eine Abnahme von Dürren an. In einigen Regionen hat die Dürrenhäufigkeit zugenommen, in anderen abgenommen. Abbildung aus dem 4. IPCC Klimabericht.

 

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